
Alcácer do Sal – ein echter Geheimtipp für Reisende in der Region Alentejo
Alcácer do Sal, eine charmante Kleinstadt im Süden Portugals, liegt malerisch am Ufer des Rio…

Bei sommerlichen Temperaturen können die Strände im Westen des Landes die gewünschte Erfrischung bieten. Natürlich gibt es auch Flüsse und Seen, aber das sind nur wenige und die bedeutendsten davon sind Stauseen wie der Santa-Clara-Staudamm oder der Alqueva-Stausee.
Es sind vor allem solche Urlauber, die sich eine ruhige und landschaftlich interessante Umgebung wünschen und sie sind in der Alentejo-Region genau richtig. Sie hat ihren Namen übrigens vom Rio Tejo erhalten, der sich träge durch die Landschaft zieht und auf der Höhe von Lissabon schließlich ins Meer fließt. Die Alentejo-Region ist damit das „Land jenseits des Tejo“ wie es von den Einheimischen genannt wird. Dieser Landstrich ist eine offene und weite Region und umfasst ein Drittel der Landfläche von Portugal. Die Besiedelung ist eher spärlich, was mittlerweile mehr geschätzt wird als noch vor einiger Zeit.
Wer in der Zeit des Hochsommers hier ankommt, wird tagsüber nicht viele Menschen antreffen. Dafür aber eine vor Hitze flirrende Landschaft, die dann nicht mehr üppig grün aussieht, sondern eher trocken. Es gibt kleine Wälder, in denen die berühmten Korkeichen wachsen. Aber es gibt auch Olivenhaine, Wiesen für Pferde und Rinder und es wird Wein angebaut, hier wegen der flachen Landschaft in Weingärten. Dazwischen liegen kleine Dörfer, die besonders in der Sommerhitze verschlafen sind, aber wo es am Abend richtig lebendig zugeht.

Alcácer do Sal, eine charmante Kleinstadt im Süden Portugals, liegt malerisch am Ufer des Rio…
Das historische Städtchen Evora hat ein sehenswertes Stadtzentrum mit vielen Baudenkmälern aus über 2000 Jahren. Als UNESCO-Weltkulturerbe Stadt wird der Ort von einer gut erhaltenen historischen Stadtmauer umgrenzt. Die Knochenkapelle Capelo dos Ossos, deren Wände und Säulen mit mehr als 5.000 Totenschädeln und Gebeine verziert sind, ist spannend und gruselig zugleich. Auch in der Stadt Elvas gibt es eine Besonderheit zu entdecken, die größte Trockengraben-Befestigungsanlage der Welt und das Amoreira Aquädukt, welches das Wahrzeichen von Elvas ist.
Etwas außerhalb liegen die Festungen Castelo de Elvas, Forte de Santa Luzia und Forte da Graca, die größten der weiteren Festungsanlagen aus alten Zeiten. Sie sollten alle wegen ihrer Lage nahe der spanischen Grenze das Land schützen. Das kleine Städtchen Marvao ist eine Festungsstadt und liegt auf 856 Metern Höhe auf einer Granitwand im Serra de Sao de Mamede Gebirge. Neben dem einmaligen Flair der Stadt gibt es hier das berühmte Musikfestival von Marvao für klassische Musik, dass immer eine Besonderheit darstellt.
Die Atlantik-Küste ist als Urlaub in der Alentejo-Region besonders beliebt. Einerseits ist das Meer immer verlockender als trockene Landschaften und andererseits sind die Strände hier sogar in der Hauptsaison überhaupt nicht so voll wie anderswo. Die schönsten Orte an der Küste sind Vila Nova de Milfontes, Porto Covo und Zambujeira do Mar. Wer mit dem Wohnmobil anreist, kann unterwegs viele interessante Eigenheiten des Landstrichs kennenlernen. Die Region Alentejo ist berühmt für Marmor, die Städte Borba, Estremoz und Vila Viscosa sind als Marmorstädte bekannt.
